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Das Projekt "Ökostrombörse"

by Franz Rüf last modified 16.06.2007 18:34

"Steigerung der Ökostromproduktion durch die Installation eines IT- und Organisationsmodells" Proj.Nr: 812439 FFG

Definition Ökostrombörse

Mit der Ökostrombörse wird dem Konsumenten ermöglicht, Mehrzahlungen abhängig vom Stromverbrauch zu leisten, diese einem ausgewählten Ökostromproduzenten zukommen zu lassen oder  sich damit an einer Ökostrom-Produktionsanlagen zu beteiligen.

Projektziel

Das bisher regional verankerte Modell der Ökostrombörse auf nationaler Ebene interaktionsfähig zu machen und mit den beteiligten Partnern nationale Strukturen einzurichten.

Erwartetes Ergebnis

  • Funktionsfähige Börse für Ökostrom im Internet
  • betriebsbereite lokale Verwaltungseinheiten
  • funktionsfähiges nationales Netzwerk mit eingerichteter Monitoringfunktion
  • 2000 Ökostromkunden und 450 Produzenten sind in der Ökostrombörse registriert

 Projektlaufzeit:

1.Juni.06 bis Oktober 31.Oktober 07 und Pilotbetrieb bis 31.Mai 08


Arbeitspakete

Zur Erreichung der Zielsetzung sind folgende Arbeitspakete geplant:

AP1 - Projekt und Netzwerkmanagement

- die Koordination: der Termine, Organisation der Besprechungen und der Berichte

- die Sicherung des Informationsflusses: zwischen den Projektpartnern und der  Förderstelle

- die Abrechnung und das Berichtswesen für das gemeinsame Projekt

- der Betrieb eines projekteigenen Content Management Systems

Verantwortlich: Telesis/Franz Rüf

Ergebnis: koordiniertes Projekt


AP2 - Umfeldanalyse

Ziel des Arbeitspaketes ist es den Stand der Ökostromerzeugung in der österreichischen Elektrizitätsversorgung darzustellen und die wesentlichen Etappen in der Entwicklung dieses Marktanteils zu identifizieren.

Verantwortlich: Uni Salzburg/Franz Kok

Ergebnis: Studie „Umfeldanalyse und Marktprognose Ökostrombörse“


AP3 - Analyse lokaler Strukturen

Analyse lokaler Strukturen und Rahmenbedingungen, Identifikation möglicher Partner einer Ökostrombörse; Aufbau der Kontakte und Vorbereitung

Verantwortlich: alle regionalen Partner;

Moderation: Neum/Johann Punzenberger/Franz Kok

Erwartetes Ergebnis: Beteiligung wichtiger regionalen Akteure


AP4 - Anforderungsprofil für eine überregionale bzw nationale Struktur

Dabei werden folgende Ziele unterstützen:

- Maximierung des Marktanteils für Ökostrom

- Stärkung der regionalen Wertschöpfung

- Möglichst unmittelbare Kunden-Erzeuger-Beziehung

- Flexible Einbeziehung von regionalen Akteurnetzwerken für Ökostrom

- Maximale Transparenz von Abläufen und Organisation

- Anpassung an sich wandelnde Marktpreise, Fördersysteme und Technikkosten

- Wettbewerbsneutralität hinsichtlich der Stromhandelsebene

- Maximale Interoperabilität regionaler Ökostrombörsen auf nationaler Ebene

Verantwortlich: Neum, mit Unterstützung Uni Salzburg,

Erwartetes Ergebnis: Darstellung nationaler Struktur, Businessplan, Grundlagen für Vereinbarungen, organisatorischer Abläufe und lokaler Aktionen

 

AP5 - Lokale Aktionen und Umsetzungsarbeit

Umfasst:

- Information von Schlüsselpartner in der Region zum Modell der Ökostrombörse.

- Gründung einer Vereinigung als Träger der regionalen Ökostrombörse

- Definition neuer oder Anpassung bestehender Ökostrom-Derivate von regional tätigen Stromhändlern

- Definition von Förderkriterien für Ökostromanlagen unter Beachtung der Kompatibilität

- Kommunikation der Ökostrombörse in der regionalen Öffentlichkeit

- Kommunikation der Ökostrombörse gegenüber bestehenden und möglichen neuen Betreibern von Ökostromanlagen

- Unterstützung lokaler Produzenten bei Aktionen des Direktmarketings

Verantwortlich: jede teilnehmende Region

Erwartetes Ergebnis: mindestens ein Ökostromprodukt pro Region, 15 % der Ökostromproduzenten in der Börse notiert

AP6 - Entwicklung und Aufbau zentraler Strukturen

Schaffung einer Organisationsstruktur für die Durchführung der anstehenden Aufgaben, z.B.: für das Monitoring, Weiterverbreitung des Modells, Lizenzvergabe und Qualitätssicherung, Pflege des Labeling, Untersützung in der Produktentwicklung

Verantwortlich: Dr. Franz Kok (Uni Salzburg) mit Unterstützung von DI Johann Punzenberger (Neum)

Erwartetes Ergebnis: Einigkeit zur gemeinsamen Struktur innerhalb der Konsortialpartner


AP7 - Entwicklung und Implementierung der IT Basis

Durch die Ökostrombörse wird der Stromverbraucher in die Lage versetzt, seinen Anteil an verbrauchtem Strom als Ökostrom zu verifizieren. Via Internet bestimmt der Verbraucher seinen Ökostrom-Produzenten, die Bestätigung (Zertifizierung) erfolgt.

Umfassendes System mit Börsenfunktionalität

Verwaltung der Kunden und Produzenten

Periodische Abrechnung

Enge Verbindung (automatisierte) Schnittstellen zu den Strompartnern

Verantwortlich: telesis

Erwartetes Ergebnis: Übersicht des Ökostromangebotes (Registrierte Produktionsanlagen) mit internetbasierter Registrierungsmöglichkeit als Ökostromkunde, Statistik, Nachfrageverlauf für registrierte Anlagen (soweit dies zur Veröffentlichung gewünscht wird). Anteil der über die Börse notierten Ökostrommengen, passwortgeschützte Abfrage von Produzenten und Ökostromkonsumenten zu ihrer Beteiligung. Abruf des Ökostrom-Teilnahmezertifikats

AP8 - Pilotbetrieb

Im Pilotbetrieb soll in den beteiligten Regionen mindestens eine Abrechnungsperiode bewältigt werden. Zum Pilotbetrieb zählen auch das Einwerben von Kunden und der Abschluss von Verträgen mit den Produzenten und Händlern.

Verantwortlich: alle teilnehmenden Regionen

Erwartetes Ergebnis: abgeschlossener regionaler Pilotbetrieb


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