Das Projekt "Ökostrombörse"
"Steigerung der Ökostromproduktion durch die Installation eines IT- und Organisationsmodells" Proj.Nr: 812439 FFG
Definition Ökostrombörse
Mit der Ökostrombörse wird dem Konsumenten ermöglicht, Mehrzahlungen abhängig vom Stromverbrauch zu leisten, diese einem ausgewählten Ökostromproduzenten zukommen zu lassen oder sich damit an einer Ökostrom-Produktionsanlagen zu beteiligen.
Projektziel
Das bisher regional verankerte Modell der Ökostrombörse auf nationaler Ebene interaktionsfähig zu machen und mit den beteiligten Partnern nationale Strukturen einzurichten.
Erwartetes Ergebnis
- Funktionsfähige Börse für Ökostrom im Internet
- betriebsbereite lokale Verwaltungseinheiten
- funktionsfähiges nationales Netzwerk mit eingerichteter Monitoringfunktion
- 2000 Ökostromkunden und 450 Produzenten sind in der Ökostrombörse registriert
Projektlaufzeit:
1.Juni.06 bis Oktober 31.Oktober 07 und Pilotbetrieb bis 31.Mai 08
Arbeitspakete
Zur Erreichung der Zielsetzung sind folgende Arbeitspakete geplant:
AP1 - Projekt und Netzwerkmanagement
- die Koordination: der Termine, Organisation der Besprechungen und der Berichte
- die Sicherung des Informationsflusses: zwischen den Projektpartnern und der Förderstelle
- die Abrechnung und das Berichtswesen für das gemeinsame Projekt
- der Betrieb eines projekteigenen Content Management Systems
Verantwortlich: Telesis/Franz Rüf
Ergebnis: koordiniertes Projekt
AP2 - Umfeldanalyse
Ziel des Arbeitspaketes ist es den Stand der Ökostromerzeugung in der österreichischen Elektrizitätsversorgung darzustellen und die wesentlichen Etappen in der Entwicklung dieses Marktanteils zu identifizieren.
Verantwortlich: Uni Salzburg/Franz Kok
Ergebnis: Studie „Umfeldanalyse und Marktprognose Ökostrombörse“
AP3 - Analyse lokaler Strukturen
Analyse lokaler Strukturen und Rahmenbedingungen, Identifikation möglicher Partner einer Ökostrombörse; Aufbau der Kontakte und Vorbereitung
Verantwortlich: alle regionalen Partner;
Moderation: Neum/Johann Punzenberger/Franz Kok
Erwartetes Ergebnis: Beteiligung wichtiger regionalen Akteure
AP4 - Anforderungsprofil für eine überregionale bzw nationale Struktur
Dabei werden folgende Ziele unterstützen:
- Maximierung des Marktanteils für Ökostrom
- Stärkung der regionalen Wertschöpfung
- Möglichst unmittelbare Kunden-Erzeuger-Beziehung
- Flexible Einbeziehung von regionalen Akteurnetzwerken für Ökostrom
- Maximale Transparenz von Abläufen und Organisation
- Anpassung an sich wandelnde Marktpreise, Fördersysteme und Technikkosten
- Wettbewerbsneutralität hinsichtlich der Stromhandelsebene
- Maximale Interoperabilität regionaler Ökostrombörsen auf nationaler Ebene
Verantwortlich: Neum, mit Unterstützung Uni Salzburg,
Erwartetes Ergebnis: Darstellung nationaler Struktur, Businessplan, Grundlagen für Vereinbarungen, organisatorischer Abläufe und lokaler Aktionen
AP5 - Lokale Aktionen und Umsetzungsarbeit
Umfasst:
- Information von Schlüsselpartner in der Region zum Modell der Ökostrombörse.
- Gründung einer Vereinigung als Träger der regionalen Ökostrombörse
- Definition neuer oder Anpassung bestehender Ökostrom-Derivate von regional tätigen Stromhändlern
- Definition von Förderkriterien für Ökostromanlagen unter Beachtung der Kompatibilität
- Kommunikation der Ökostrombörse in der regionalen Öffentlichkeit
- Kommunikation der Ökostrombörse gegenüber bestehenden und möglichen neuen Betreibern von Ökostromanlagen
- Unterstützung lokaler Produzenten bei Aktionen des Direktmarketings
Verantwortlich: jede teilnehmende Region
Erwartetes Ergebnis: mindestens ein Ökostromprodukt pro Region, 15 % der Ökostromproduzenten in der Börse notiert
AP6 - Entwicklung und Aufbau zentraler Strukturen
Schaffung einer Organisationsstruktur für die Durchführung der anstehenden Aufgaben, z.B.: für das Monitoring, Weiterverbreitung des Modells, Lizenzvergabe und Qualitätssicherung, Pflege des Labeling, Untersützung in der Produktentwicklung
Verantwortlich: Dr. Franz Kok (Uni Salzburg) mit Unterstützung von DI Johann Punzenberger (Neum)
Erwartetes Ergebnis: Einigkeit zur gemeinsamen Struktur innerhalb der Konsortialpartner
AP7 - Entwicklung und Implementierung der IT Basis
Durch die Ökostrombörse wird der Stromverbraucher in die Lage versetzt, seinen Anteil an verbrauchtem Strom als Ökostrom zu verifizieren. Via Internet bestimmt der Verbraucher seinen Ökostrom-Produzenten, die Bestätigung (Zertifizierung) erfolgt.
Umfassendes System mit Börsenfunktionalität
Verwaltung der Kunden und Produzenten
Periodische Abrechnung
Enge Verbindung (automatisierte) Schnittstellen zu den Strompartnern
Verantwortlich: telesis
Erwartetes Ergebnis: Übersicht des Ökostromangebotes (Registrierte Produktionsanlagen) mit internetbasierter Registrierungsmöglichkeit als Ökostromkunde, Statistik, Nachfrageverlauf für registrierte Anlagen (soweit dies zur Veröffentlichung gewünscht wird). Anteil der über die Börse notierten Ökostrommengen, passwortgeschützte Abfrage von Produzenten und Ökostromkonsumenten zu ihrer Beteiligung. Abruf des Ökostrom-Teilnahmezertifikats
AP8 - Pilotbetrieb
Im Pilotbetrieb soll in den beteiligten Regionen mindestens eine Abrechnungsperiode bewältigt werden. Zum Pilotbetrieb zählen auch das Einwerben von Kunden und der Abschluss von Verträgen mit den Produzenten und Händlern.
Verantwortlich: alle teilnehmenden Regionen
Erwartetes Ergebnis: abgeschlossener regionaler Pilotbetrieb